Wann sollte ich einen Anwalt einschalten?

Am besten sollte ein SOKA-Bau-Rechtsanwalt so schnell wie möglich eingeschaltet werden. In der Regel erhält ein Betrieb zunächst ein informelles Schreiben (Fragebogen) der SOKA-Bau, in welchem die betrieblichen Tätigkeiten aufgeschlüsselt werden sollen. Schon hier erfolgen meistens Fehleintragungen, welche eine Lawine von weiteren Problemen mit der SOKA-Bau auslösen. Hier kann ein Anwalt bereits im Vorfeld beratend tätig werden, um ein langjähriges gerichtliches Verfahren zu verhindern.

Spätestens, sobald Sie einen Mahnbescheid der ULAK (Urlaubskasse der SOKA-Bau) erhalten, sollten Sie einen Rechtsanwalt beauftragen, sich Ihrem Fall anzunehmen. Er wird rechtzeitig Widerspruch einlegen und das weitere Verfahren für Sie führen. Achtung, es ist Eile geboten! Nach Zustellung des Mahnbescheids hat Ihr Anwalt nur eine Woche Zeit, um Widerspruch einzulegen!

Sollte der Rechtsanwalt einen Sitz in meiner Nähe haben?

Ein Anwalt muss seine Kanzlei nicht in der Nähe des betroffenen Betriebes haben. Ohnehin sind lediglich zwei Gerichte erstinstanzlich mit den SOKA-Bau-Verfahren befasst: Für die alten Bundesländer ist dies das Arbeitsgericht Wiesbaden und für die neuen Bundesländer das Arbeitsgericht Berlin. Eine anwaltliche gerichtliche Vertretung am Ort des Betriebssitzes des betroffenen Betriebes erfolgt somit von vornherein nicht. Wichtiger ist eine gute Kommunikation und Erreichbarkeit des Anwalts über Telefon oder per E-Mail.

Welche Infos benötigt mein Rechtsanwalt?

Der Anwalt muss umfassend über die ausgeübten Tätigkeiten des Betriebes informiert werden. Des Weiteren erfasst ein SOKA-Bau-Anwalt auch mitarbeiterbezogene Daten, wie etwa die erzielten Bruttolöhne und die Mitarbeiteranzahl. All solche Informationen sind notwendig, um die zum größten Teil überhöhten Forderungen der SOKA-Bau auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen.

Was kostet der SOKA-Bau-Anwalt?

Der auf SOKA-Bau Fälle spezialisierte Anwalt wird in der Regel aufgrund einer Vergütungsvereinbarung und somit eines individuell vereinbarten Kostenrahmens außergerichtlich für Betriebe tätig. Diese außergerichtliche Tätigkeit hat in der Regel das Ziel, ein langwieriges und ebenfalls teures Gerichtsverfahren zu verhindern.

Vertritt mich der Anwalt auch vor Gericht?

Ja, der SOKA-Bau-Anwalt vertritt betroffene Betriebe auch vor den Arbeitsgerichten in Berlin und Wiesbaden. Hierbei fallen gesetzlich festgelegte Kosten an. Pavel Rechtsanwälte sind bundesweit tätig. Für Beweisaufnahmen reisen sie zu Gerichten in ganz Deutschland an.

Wie hoch sind meine Erfolgsaussichten?

Die Erfolgsaussichten erhöhen sich bei Einschaltung eines SOKA-Bau-Anwalts erheblich. Der Anwalt ist in den Rechtsstreitigkeiten mit der SOKA-Bau durch seine langjährige Tätigkeit in diesem Gebiet geschult und weiß genau, auf welche Aspekte es in einem Verfahren ankommt. So kann er gegenüber der SOKA-Bau oder auch gegenüber den Gerichten genau herausarbeiten, welche Punkte gegen eine SOKA-Bau-Pflicht sprechen. Viele Gerichtsverfahren, in denen sich die Betriebe selbst vertreten oder von unerfahrenen Anwälten vertreten werden, scheitern überwiegend an der falschen Argumentationsweise.

Was geschieht, nachdem ich einen SOKA-Bau-Anwalt beauftragt habe?

Der Rechtsanwalt wird sich für Sie zunächst gegenüber der SOKA-Bau oder gegenüber dem Gericht legitimieren. Sollten Sie einen Mahnbescheid erhalten haben, wird Ihr SOKA-Bau-Anwalt umgehend Widerspruch einlegen und das weitere Verfahren führen.

Der Schriftverkehr wird dann über Ihren Anwalt laufen. Sie werden stets Abschriften des geführten Schriftverkehrs erhalten, um selbst umfassend informiert zu sein. Der Anwalt wird Sie über alle wichtigen Aspekte des Verfahrens aufklären und mit Ihnen zusammen an der bestmöglichen Lösung Ihres Falles arbeiten.