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Wie sieht's mit meinem Arbeitszeugnis aus?

Wenn das Beschäftigungsverhältnis - z. B. durch eine Kündigung - endet, haben Sie Anspruch auf Erteilung eines (End-)Zeugnisses. Schon vor Ende des Beschäftigungsverhältnisses haben Sie aber auch Anspruch auf ein Zwischenzeugnis. Dieser Anspruch entsteht Ihnen schon dann, wenn man Ihnen gegenüber erklärt, man würde Sie kündigen. Haben Sie die Kündigung in den Händen, können Sie also sofort ein Zwischenzeugnis verlangen. Dies ist vor allen Dingen dann überlegenswert, wenn zwischen Kündigung und Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses noch viele Monate verstreichen. Außerdem ist es immer sinnvoll, schnell ein Zwischenzeugnis zu verlangen, wenn der Arbeitgeber - möglicherweise wegen der ausgesprochenen Kündigung - noch entgegenkommend ist. Ein Endzeugnis auszusprechen, das deutlich schlechter ist als ein erst wenige Monate altes Zwischenzeugnis, ist für einen Arbeitgeber immer schwierig. Mit dem Zwischenzeugnis können Sie deswegen eine gute Beurteilung "zementieren".

Grundlegende Anforderungen an Zeugnisse

Die Rechtsprechung zu Zeugnis-Anforderungen füllt Bücher. Ich beschränke mich hier auf ganz grobe Vorgaben:

1. einfaches Zeugnis/qualifiziertes Zeugnis

Ein einfaches Zeugnis umfasst lediglich Ihre persönlichen Angaben und Angaben dazu, von wann bis wann Sie wo gearbeitet haben. Ein qualifiziertes Zeugnis ist in diesen Bereichen ausführlicher und wird dann noch ergänzt um einen Beurteilungsteil.

Manchmal ist es überlegenswert, ob man nur ein einfaches Zeugnis fordert, oder ob man ein qualifiziertes Zeugnis haben möchte. Bei Bewerbungen wird in aller Regel ein qualifiziertes Zeugnis verlangt. Bevor man dort aber "Katastrophen" zu lesen bekommt, sollte man sich überlegen, ob man nur ein einfaches Zeugnis beantragt.

2. wohlwollend

Von Gesetzes wegen muss ein Zeugnis wohlwollend sein. Ein Arbeitgeber darf nicht offen negative Punkte in das Zeugnis hineinschreiben, sondern muss wohlwollende Formulierungen wählen. Dies führt dann zu der spezifischen Zeugnissprache. Wenn es z. B. im Zeugnis heißt, dass man sich stets bemüht hat, einfache Arbeiten unter Anleitung auszuführen, bedeutet dies, dass man selbst unter Anleitung einfache Arbeiten nicht ausführen konnte. Wenn es heißt, dass jemand überwiegend pünktlich erschien, bedeutet dies, dass er sehr, sehr oft unpünktlich war usw.

Sollten Sie wegen eines erteilten Zeugnisses zweifeln, wäre es sicherlich überlegenswert, dieses Zeugnis von einem Fachkundigen gegenlesen zu lassen. Wir helfen Ihnen hier gerne.

3. Vollständigkeit

Ein Zeugnis muss Auskunft über das geben, was Sie tatsächlich gemacht haben. Das, was Ihre Arbeit geprägt hat, muss sich auch im Zeugnis wiederfinden. Wenn Sie z. B. in Ihrem Betrieb eine besondere Funktion innehatten (Strahlenschutzbeauftragter), haben Sie einen Anspruch darauf, dass dies auch im Zeugnis erwähnt wird.

An einem ordentlichen Zeugnis hängt oft der weitere berufliche Werdegang. Man sollte deswegen ein Zeugnis nicht auf die leichte Schulter nehmen. Im Zweifel ist es stets hilfreich, die Einschätzung eines Arbeitsrechtlers über ein Zeugnis einzuholen.

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Das Landesarbeitsgericht hat die Anwendung sachgrundloser Befristungen begrenzt. Demnach liege eine rechtsmissbräuchliche Umgehung der gesetzlichen Bestimmungen zur sachgrundlosen Befristung liegt vor, wenn der Arbeitnehmer zuvor bereits in einem rechtlich und tatsächlich verbundenen Unternehmen tätig war. 

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Das Bundesarbeitsgericht entschied, dass Allgemeine Geschäftsbedingun-gen (AGB), die eine Hinterbliebenen-versorgung von einer Mindestehe-dauer von zehn Jahren abhängig machen, unwirksam sind.

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Eine kumulative Zahlung von Sozialplan-Abfindungen und eines Nachteilsausgleich können Arbeitnehmer bei fehlerhaften Massenentlassungen nicht verlangen. Aus dem aktuellen Urteil des Bundesarbeitsgerichts geht hervor, dass dies nicht gegen die Massenentlassungsrichtlinie verstoße.
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