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diskriminierende Kündigung

Haben Sie eine Kündigung bekommen? Haben Sie den Verdacht, dass Sie gekündigt wurden, weil Ihr Chef

  • im Allgemeinen Frauen schlechter behandelt als Männer
  • Ausländer sowieso benachteiligt werden
  • man Ihnen wegen Ihrer Erkrankungen eins auswischen wollte?

Solche Kündigungen wären diskriminierend!

Ganz allgemein gilt, dass in Deutschland jeder Verträge abschließen, aber auch kündigen darf. Auch jeder Arbeitgeber hat das Recht, sich für die Kündigung eines Beschäftigungsverhältnisses zu entscheiden. Weil die Möglichkeit, durch Arbeit seinen Lebensunterhalt zu verdienen, für jeden Menschen von derart zentraler Bedeutung ist, hat der Gesetzgeber das freie Kündigungsrecht stark reguliert. So gibt es eine Reihe von allgemeinen Kündigungsschutzbestimmungen, die im Kündigungsschutzgesetz beschrieben sind.

Darüber hinaus gibt es aber auch besondere Kündigungsschutzbestimmungen, z. B. für Mütter, Schwerbehinderte und Betriebsräte. Ebenfalls zu den Bestimmungen des besonderen Kündigungsschutzes gehört das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Eine Kündigung, die Sie deshalb bekommen, weil Sie

  • eine Frau sind,
  • Ausländer sind,
  • krank sind,

wäre deshalb nach dem AGG unwirksam. Sicherlich werden Sie sich jetzt fragen, wie Sie beweisen können, dass Sie gekündigt wurden, nur weil Sie Frau/Ausländer/schwerbehindert sind. Tatsächlich ist es auch so, dass Sie von Gesetzes wegen beweisen müssen, dass man Sie in diskriminierender Weise gekündigt hat.

Aber keine Sorge:

Die Rechtsprechung hat selbstverständlich erkannt, dass einem Arbeitnehmer ein solcher Beweis nahezu unmöglich ist. Man hat deswegen eine Konstruktion für solche Kündigungen entwickelt, die man "abgestufte Darlegungs- und Beweislast" nennt. Schon eher vage Ansätze, aus denen man schließen kann, dass Sie diskriminierend gekündigt worden sind, reichen aus, um den Arbeitgeber in die Pflicht zu bringen zu beweisen, dass er Sie nicht diskriminierend gekündigt hat.

Diskriminierende Kündigungen sind besonders verletzend. Der Gesetzgeber hat dem aber auch Rechnung getragen: Sie können nicht nur gegen die Kündigung, sondern auch auf Zahlung eines Schmerzensgeldes klagen.

Wir helfen gern!

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Im Lexikon finden Sie umfangreiche rechtliche Informationen rund um die Kündigung, das Recht der Arbeitnehmer, den Arbeitsvertrag, Abmahnung und Abfindung.

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